Die Dachauer Bunnyhunters haben es geschafft - sechs ihrer Spieler/innen haben einen Weltrekord im Aquaball spielen aufgestellt. Sie hielten als Mannschaft 24 Stunden lang gegen ständig wechselnde Gegner durch und wurden mit dem gigantischen Gefühl belohnt, etwas richtig Großes vollbracht zu haben.

Auch in der Nacht war noch "volles Haus"Am Samstag den 25. September stieg eine Mannschaft der Dachauer Bunnyhunters in das Becken des Hallenbades mit dem Ziel dort 24 Stunden auszuharren oder wenigstens die Vorgabe des letzten Versuches zu überbieten. Denn schon vor zwei Jahren haben die Aquaballer versucht ein Marathon-Spiel durchzustehen und damit in das Guinness-Buch der Rekorde zu gelangen. Doch damals musste man sich nach 16 Stunden und 49 Minuten geschlagen geben, dass zum einen zu wenige Gegenspieler zur Verfügung standen und einer der Spieler verletzungsbedingt aufhören musste. Denn den strengen Regeln des Buches entsprechend darf die Mannschaft nur aus der vorgeschriebenen Anzahl an Spielern bestehen - was beim Aquaball bedeutet, dass man sich mit sechs Spielern inklusive zwei Auswechselspielern zufrieden geben muss. Peter Demmelmayr, Ingmar Guse, Carina Müller, Andreas Reuschel, Mark Schmidt und Florian Schneider stellten sich heuer dieser Mammut-Aufgabe, bei der sie wussten dass es um einiges anstrengender werden würde als die üblichen 2 mal 7 Minuten eines regulären Aquaball-Matches. Pünktlich um 13.00 Uhr begann man mit dem Spiel und konnte noch in der selben Minute schon das erste Tor in das Protokoll des Rekordversuches eintragen. Die erste Zeit lieferte sich das Team gigantische Duelle mit den Kollegen aus der Abteilung, und wollte natürlich im Punktestand nie schlecht dastehen - obwohl dieser für den Rekord absolut irrelevant war. So bekamen die Zuschauer von gewaltvollen „Blattschüssen" bis zu kunstvoll Verwandelten Würfen das ganze Repertoire zu bestaunen. Auch als die Fußballer des TSV Schwabhauen in das Spiel einwechselten gab man alles - musste aber traurig zusehen wie diese gut alle fünf Minuten das Team wechselten und somit einen ungeheuer schlagkräftigen Gegner darstellen. Doch auch hier gab man sich keine Blöse? und wollte zeigen, dass man trotz einiger Stunden im Wasser, den Titel Bayerischer Meister nicht zu unrecht tragen würde. Nachdem die Schwabhausener durch eine Abordnung des Schwimmvereines aus Karlsfeld ersetzt wurden, war man schon seit über sieben Stunden am spielen und merkte nicht nur durch die leuchtend roten Augen der Spieler, dass es kein Leichtes sei so lange zu spielen. Aber es war ja noch nicht einmal Halbzeit. Und so wechselte Gegner um Gegner. Von den verschiedensten Sportvereinen, Und während die einen sich ein kleines Päuschen gönnten ...Freundeskreisen, interessierten Dachauern bis zu Aquaball-Mannschaften aus München war alles vertreten. Die anfängliche Befürchtung, dass für die Nacht eventuell zu wenige Gegner zur Verfügung stehen würden löste sich schnell in Rauch auf und es wurden sogar noch für die nächtlichen Stunden Spieler auf die Warteliste gesetzt. Von diese r überwältigenden Resonanz hätten sich die Aquaballer nie zu träumen getraut, aber auch Mannschaften die zu einem früheren Zeitpunkt gespielt haben wollten noch mal behilflich sein und spielen. So war der „Nachschub" für die Nacht, in der das Wasser durch die Müdigkeit erschien als würde es minütlich kälter werden, gedeckt. Zur Halbzeit schoss Abteilungsleiter Peter Demmelmayr das 626te Tor und konnte den Abstand zu den „Gegenspielern" auf 192 Tore vergrössern. Zu diesem Zeitpunkt konnte man den Gesichtern der Bunnyhunters die Erschöpfung schon deutlich ablesen aber auch Muskelkrämpfe und blutige Nasen liessen sie nicht an ein vorzeitiges Ende denken. Als endlich die Sonne wieder aufging fasste man neuen Mut und es ging ans durchhalten. Zu diesem Zeitpunkt war für Florian Schneider klar „Des schaff ma!". Die Handball-Jugend des ASV machte es den müden und ausgezehrten Spielern aber auf keinen Fall leicht und sorgte für deprimierende Momente im Verlauf des Matches. ... liefen Andere noch zu Höchstleistungen auf!Um 7:42 Uhr hämmerte Andi Reuschel dann das lang ersehnte tausendste Tor in den gegnerischen Kasten obwohl die Arme allerseits schon mehr als schwer waren. Drei Stunden vor Ablauf der Zeit zeigte die Knabenkapelle, dass sie nicht nur gut musizieren kann. Dass die am Anfang hart erkämpfte Punktedifferenz in den letzten paar Stunden nicht verschwindend gering ausfiel verdankt man vor allem der siebzehnjährigen Carina „the wall" Müller, die viele der vernichtend geworfenen Gewaltwürfe blockte und so manchen Werfer zum zweifeln brachte. In den letzten Minuten feuerten die Fans ihre Rekordler noch mal lauthals an und wenn es für das Daueranfeuern einen Rekord gegeben hätte, wäre er auch am Wochenende in Dachau aufgestellt worden. Als der Queen-Klassiker „We Are The Champions" nach exakt 24 Stunden aus den Boxen dröhnte, lag man sich in den Armen und das Glücksgefühl verdrängte die schmerzenden Arme, Schultern und offenen Füße, die sich bei nahezu jedem Teilnehmer gegen Ende des Rekordspiels eingestellt hatten. Doch getreu dem Motto „Pain is temporary, pride is forever" schaffte man als Team auch das erwartete Leistungstief in den frühen Morgenstunden und präsentierte den daumendrückenden Zuschauern selbst kurz vor Schluss noch sehenswerte Spielzüge, tolle Tore und ein Endergebnis von 1368 : 1027 Toren.

Jeder der sechs Rekordhalter hatte seinen Teil zu der Ausdauerleistung beigetragen und auf die Zähne gebissen. Allen voran musste jedoch Ingmar Guse „beißen", der bereits in den Anfangsstunden arge Schulterprobleme hatte, jedoch keinen Gedanken an eine Aufgabe verschwendete und somit die Richtung für die anderen fünf vorgab. Und ob Müdigkeitsattacken oder die gefühlte Wasserkälte am morgen erschwerend hinzukamen, man hielt zusammen, half einander aus wo es ging und machte dem Mitspieler hier und da mit einem Klaps Mut, wenn es mal schwer fiel, die Augen offen und die Arme in der Abwehr oben zu halten. Und doch - Spass machte es jedem Teilnehmer, ganz egal ob Rekordmannschaft oder Gegner, Helfer oder anfeuernder Zuschauer. Allen voran verdienten sich die Gegner Lob und Anerkennung, da sie ihre Zeit zu teilweise unbequemen Uhrzeiten zur Verfügung stellten.

Bedanken möchten wir uns deswegen bei:
Andreas Adam, Matthias Arnold, Daniel Aschbichler, Richard Baumbach, Ferdinand Beljung, Raphael Beljung, Ivo Blümel, Manja Blümel, Alexander Dengler, Michael Deuringer, Bettina Döring, Thomas Ehm, Christian Farmbauer, Robert Forster, Alonos Flores, Dorothea Friedrich, Malina Frischholz, Regina Frischholz, Matthias Hauß, Hans Herrmann, Dirk Hollenbach, Jonas Hücherig, Tobias Hücherig, Daniel Huss, Anne Jurischka, Daniel Jurischka, Dennis Kaltwasser, Korbinian Kaspar, Wilma Kaspar, Veronika Kaspar, Daniel Kölbl, Lukas Kölbl, Sebastian Kreitmair, Thomas Kreitmaier, Martin Kristmann, Andreas Lutzenberger, Nan Li, Bo Xuan Lü, Valentin Maatsch, Christian Mair, Peter Meyer, Christian Moz, Stephen Noheimer, Denise Pache, Dominik Pache, Andreas Pachinger, Alexander Pachinger, Jochen Pleyer, Heidemarie Rajczah, Claudia Rajczah, Carina Regner, Rita Riedlbeck, Claudia Schneider, Viktor Schwalbe, Michael Siemens, Phillip Speyer, Christian Stierl, Michael Thomas, Marco Unruh, Thomas Weihrich, Michael Wether, Andreas Zabee, Hans-Joachim Zabee, Steffen Zietz sowie bei Stephan Gasteiger, Isabella Gravenstein, Hariett Schmidt, Claudia Wildmann und den besten Fans der Welt.

Ihnen allen gebührt größter Dank, denn ohne sie wäre der Rekord nicht möglich gewesen.

Der Rekord gehört allen, die dazu beigetragen haben, ihn aufzustellen!!!

 

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